Stellantis strebt bis 2030 einen jährlichen Umsatzzuwachs von rund 20 Milliarden Euro an,

der durch softwaregestützte Fahrzeuge erzielt werden soll.


  • Etwa 4 Mrd. € Jahresumsatz bis 2026 und ~20 Mrd. € bis 2030, generiert durch softwaregestützte Produktangebote und Abonnements

  • Bis 2025 sind Investitionen in Höhe von mehr als 30 Milliarden Euro geplant, um die Umstellung auf Software und Elektrifizierung zu vollziehen

  • 34 Millionen monetarisierbare vernetzte Autos bis 2030 erwartet, wobei die Mehrheit aller Neufahrzeuge bis 2024 vollständig over-the-air aktualisierbar sein wird

  • Drei brandneue KI-gestützte Technologieplattformen, die ab 2024 in großem Umfang eingesetzt werden sollen: STLA Brain, STLA SmartCockpit und STLA AutoDrive

  • Strategische Partnerschaften mit führenden Unternehmen, darunter BMW, Foxconn und Waymo, treiben Innovation, Effizienz und gemeinsames Know-how mit Stellantis-Experten weiter voran

  • 4.500 Software-Ingenieure bis 2024, ohne Partnerschaften, unterstützt durch eine eigene Software-Akademie

Stellantis N.V. (NYSE / MTA / Euronext Paris: STLA) hat heute seine Software-Strategie für den Einsatz von Technologieplattformen der nächsten Generation vorgestellt, die auf den bestehenden Fähigkeiten für vernetzte Fahrzeuge aufbauen, um die Art und Weise, wie Kunden mit ihren Fahrzeugen interagieren, zu verändern und bis 2030 einen jährlichen Mehrumsatz von rund 20 Milliarden Euro zu erzielen.


Durch diese Umstellung werden die Fahrzeuge von Stellantis von den heutigen dedizierten elektronischen Architekturen auf eine offene, softwaredefinierte Plattform umgestellt, die sich nahtlos in das digitale Leben der Kunden integriert. Sie erweitert die Möglichkeiten der Kunden, innovative Funktionen und Dienste über regelmäßige Over-the-Air-Updates (OTA) hinzuzufügen, so dass die Fahrzeuge auch noch Jahre nach ihrer Fertigstellung frisch, aufregend und aktuell bleiben.


"Unsere Elektrifizierungs- und Softwarestrategien unterstützen den Wandel zu einem nachhaltigen Mobility-Tech-Unternehmen, das mit Over-the-Air-Funktionen und -Services das damit verbundene Geschäftswachstum anführt und unseren Kunden das beste Erlebnis bietet", sagte Carlos Tavares, Stellantis CEO. "Mit den drei völlig neuen KI-gestützten Technologieplattformen, die 2024 auf den vier STLA-Fahrzeugplattformen zum Einsatz kommen sollen, werden wir die Geschwindigkeit und Agilität nutzen, die mit der Entkopplung von Hardware- und Softwarezyklen verbunden sind."


Stellantis plant, bis 2025 mehr als 30 Milliarden Euro zu investieren, um seine Software- und Elektrifizierungstransformation durchzuführen.


Die Software-Strategie von Stellantis geht Hand in Hand mit den Plänen des Unternehmens zur Elektrifizierung von Fahrzeugen, die auf dem EV Day im Juli 2021 vorgestellt wurden. Danach sollen bis 2030 mehr als 70 Prozent der Fahrzeugverkäufe in Europa und mehr als 40 Prozent der Fahrzeugverkäufe in den USA auf emissionsarme Fahrzeuge (LEV) entfallen. Jede der 14 ikonischen Marken des Unternehmens ist bestrebt, erstklassige, vollständig elektrifizierte Lösungen anzubieten.


Weitere strategische Partnerschaft geschlossen


Foxconn


Zusätzlich zum Abschluss von Mobile Drive, der für den 31. Dezember 2021 geplant ist, zielt die neue unverbindliche Absichtserklärung, die mit Foxconn unterzeichnet wurde, auf die Entwicklung einer Familie von speziell angefertigten Mikrocontrollern zur Unterstützung von Stellantis und Drittkunden. Im Rahmen der Partnerschaft sollen vier Chip-Familien entwickelt werden, die über 80 Prozent des Bedarfs an Mikrocontrollern des Unternehmens abdecken und zu einer erheblichen Vereinfachung der Lieferkette beitragen werden. Die Einführung und der Einbau der Produkte in Stellantis-Fahrzeuge ist bis 2024 geplant.


Waymo


Stellantis setzt auch seine engagierten Projekte mit Waymo fort. Nachdem Chrysler Pacifica Hybride, die mit dem Waymo Driver ausgestattet sind, tausende von vollautonomen Fahrten in Phoenix, Arizona (USA), durchgeführt haben, haben Stellantis und Waymo ihre Partnerschaft nun auf lokale Lieferdienste ausgeweitet. Aufbauend auf der Führungsrolle von Stellantis bei leichten Nutzfahrzeugen und Investitionen in die Elektrifizierung, arbeiten die Partner in Arbeitsgruppen zusammen, die sich auf die kommerzielle Entwicklung konzentrieren. Ingenieurteams werden im Jahr 2022 Stellantis-Prototypen in die Hände bekommen.


Schnell wachsendes, Software-gestütztes Geschäft


Stellantis wird sein Geschäft mit Software und vernetzten Diensten durch fünf Hauptsäulen ausbauen:


  • Dienste und Abonnements

  • Funktionen auf Abruf

  • Daten als Service und Flottendienste

  • Fahrzeugpreisgestaltung und Wiederverkaufswert

  • Eroberungen, Service-Bindung und Cross-Selling

Heute verfügt Stellantis über 12 Millionen monetarisierbare vernetzte Autos weltweit. Bis 2026 wird erwartet, dass diese Zahl auf 26 Millionen Fahrzeuge ansteigt und ungefähr 4 Milliarden Euro an Einnahmen generiert und bis 2030 wird sie 34 Millionen Fahrzeuge und ungefähr 20 Milliarden Euro an jährlichen Einnahmen erreichen. Als monetarisierbar gelten die ersten fünf Lebensjahre eines Fahrzeugs.


Unter Nutzung seiner Datenerhebungskapazitäten wird Stellantis im Jahr 2022 ein nutzungsbasiertes Versicherungsprogramm auf den Markt bringen, das über die firmeneigenen Finanzinstitute in Europa und Nordamerika angeboten wird, mit der Absicht, weltweit zu expandieren.


Drei neue Technologieplattformen im Jahr 2024


Die drei neuen Plattformen, die 2024 eingeführt werden, werden in den folgenden zwei Jahren in großem Umfang auf den vier Fahrzeugplattformen von Stellantis eingesetzt.


Das Herzstück der Umstellung auf kundenorientierte Dienste ist die neue elektrische/elektronische (E/E) und Software-Architektur, STLA Brain.


STLA Brain ist vollständig OTA-fähig, kann 30 Module ansprechen (gegenüber 10 heute) und ist damit äußerst flexibel. Es handelt sich um eine vollständig in die Cloud integrierte serviceorientierte Architektur, die elektronische Steuergeräte im Fahrzeug über einen Hochgeschwindigkeitsdatenbus mit dem zentralen Hochleistungsrechner (HPC) des Fahrzeugs verbindet. Sie durchbricht die heutige Bindung zwischen Hardware- und Softwaregenerationen und ermöglicht es Softwareentwicklern, Funktionen und Dienste schnell zu erstellen und zu aktualisieren, ohne auf die Einführung neuer Hardware zu warten. Diese OTA-Updates reduzieren die Kosten sowohl für die Kunden als auch für Stellantis drastisch, vereinfachen die Wartung für den Benutzer und erhalten den Restwert des Fahrzeugs.


STLA SmartCockpit, das auf STLA Brain aufbaut, wird sich nahtlos in das digitale Leben der Fahrzeuginsassen integrieren, um einen anpassbaren dritten Lebensraum zu schaffen. Studien zeigen, dass Kunden durchschnittlich vier Jahre ihres Lebens in ihrem Fahrzeug verbringen, Tendenz steigend.


STLA SmartCockpit, das von dem Mobile Drive Joint Venture zwischen Stellantis und Foxconn betrieben wird, bietet KI-basierte Anwendungen wie Navigation, Sprachassistenz, E-Commerce-Marktplatz und Zahlungsdienste.


STLA AutoDrive, das in Zusammenarbeit mit BMW entwickelt wurde, wird Fähigkeiten des autonomen Fahrens der Stufen 2, 2+ und 3 bieten und durch OTA-Updates kontinuierlich aktualisiert werden.


Vergrößerung des Kundenerlebnisses der 14 Marken


Mit Hilfe von Software und On-Demand-Funktionen bietet Stellantis seinen Kunden die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge durch OTA-Updates auf individuelle Bedürfnisse und Wünsche zuzuschneiden, um die einzigartigen Qualitäten der verschiedenen Marken innerhalb von Stellantis weiter zu steigern und die Bindung zwischen Fahrzeug und Fahrer zu stärken.


Bis heute hat Stellantis mehr als 6 Millionen Over-the-Air-Updates an seine Fahrzeuge geliefert und beabsichtigt, bis 2026 mindestens vierteljährliche Updates anzubieten.


Heute liefern die vernetzten Fahrzeuge von Stellantis mehr als drei Billionen Datenpunkte, die zeitnahe, umsetzbare Erkenntnisse liefern. Die Ingenieure von Stellantis nutzen diese Informationen, um den Kreislauf der kontinuierlichen Verbesserung von Fahrzeugen zu verkürzen, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und gleichzeitig bis 2030 Effizienzgewinne in Höhe von 1,1 Milliarden Euro zu erzielen.


Jede der Stellantis-Marken konzentriert sich darauf, Software zum größtmöglichen Nutzen ihrer Kunden einzusetzen, was in ihren individuellen Verpflichtungen zum Ausdruck kommt.


Talent und Effizienz machen den Unterschied


Um diesen Wandel zu unterstützen, baut Stellantis eine Software- und Datenakademie auf, um mehr als 1.000 interne Ingenieure in verschiedenen Funktionen auszubilden und seine Software-Community zu entwickeln.


Darüber hinaus stellt das Unternehmen weltweit Top-Talente aus den Bereichen Software und KI aus der Technologie- und anderen Branchen ein.


Bis 2024 strebt Stellantis an, 4.500 effizient arbeitende Software-Ingenieure zu beschäftigen und Talentzentren rund um den Globus zu schaffen. Diese Ingenieure werden die perfekte Ausführung der Software-Ambitionen von Stellantis sicherstellen und innerhalb des durch Stellantis-Partnerschaften geschaffenen Ökosystems arbeiten.

3 Ansichten0 Kommentare